SPD-Kreistagsfraktion begrüßt Entscheidung für den Sachsenring: Klarheit für den Berufsschulstandort Hildesheim:
Mit der Standortentscheidung in der letzten Kreistagssitzung vor der Sommerpause ist ein wichtiger Meilenstein für die Zukunft der berufsbildenden Schulen im Landkreis Hildesheim erreicht worden. Der Kreistag hat beschlossen, den Neubau der Hermann-Nohl-Schule auf dem Grundstück des ehemaligen Gesundheits- und Verkehrsamtes am Sachsenring zu errichten. Damit endet eine seit Jahren offene und ungeklärte Diskussion über die Zukunft der Berufsschulstandorte für die Herman-Nohl-Schule, die Werner-von-Siemens-Schule und die Walter-Gropius-Schule.
„Die Suche nach einem geeigneten neuen Standort für die Herman-Nohl-Schule war alles andere als einfach“, betonen die Vertreter der SPD-Kreistagsfraktion. Die ursprünglich vorgesehene Größe des Ersatzneubaus – Ergebnis der sogenannten Phase Null aus der vergangenen Wahlperiode – sowie das begrenzte Angebot geeigneter Grundstücke in Hildesheim machten eine Lösung schwierig. Insgesamt wurden zehn verschiedene Standortoptionen intensiv geprüft, bevor sich der Sachsenring als die überzeugendste und zukunftsfähigste Lösung herauskristallisierte.
Für die Vorsitzende des Kreisentwicklungsausschusses, Christel Brede, war auch die zwischenzeitliche Entscheidung des Landrates, die Planungen im Frühjahr 2025 angesichts der angespannten Haushaltslage zunächst auszusetzen und eine umfassende Schulentwicklungsplanung für die berufsbildenden Schulen in Auftrag zu geben, ein richtiger Schritt. „Die Ergebnisse der BIREGIO-Untersuchung haben uns neue Erkenntnisse geliefert und den Blick auf alternative Lösungen eröffnet. Dadurch konnten wir die Entscheidung auf eine fundierte Grundlage stellen“, so Brede.
Zwischenzeitlich war auch geprüft worden, die Hermann-Nohl-Schule auf dem Gelände der Werner-von-Siemens-Schule an der Rathausstraße unterzubringen. Nachdem deutlich wurde, dass die Fläche hierfür nicht ausreicht, mussten neue Lösungen gefunden werden.
Eine entscheidende Wendung brachte schließlich die Entwicklung am Sachsenring. Dass das Bistum Hildesheim auf die Ausübung seines vertraglich vereinbarten Vorkaufsrechts verzichtete, obwohl dort künftig eine Schule entstehen soll, bezeichnete der SPD-Fraktionsvorsitzende Werner Preissner mit einem Augenzwinkern als „eine wahrlich erfreuliche himmlische Fügung“.
Gemeinsam machten sich Christel Brede und Werner Preissner anhand der Verwaltungsvorlage vor Ort ein Bild von dem zukünftigen Schulstandort. Für beide, die gemeinsam die Stadt Sarstedt und die Gemeinde Algermissen im Kreistag vertreten, steht fest: Mit der Entscheidung für den Sachsenring werden wichtige Weichen für die Zukunft der Hermann-Nohl-Schule gestellt. Zusätzlich werden die Werner-von-Siemens-Schule und die Walter-Gropius-Schule so ertüchtigt, dass sie an ihren bisherigen Standorten zukunftssicher aufgestellt sein werden. Hier sehen beide SPD-Politiker große Synergieeffekte durch die Fusion der technischen Berufsschulen. Sie werden künftig an zwei Standorten in Hildesheim ihre Schülerinnen und Schüler ausbilden: in der Steuerwalder Straße und in der Von-Thünen-Straße.
„Wir schaffen damit Planungssicherheit für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie die Ausbildungsbetriebe in unserem Landkreis. Gleichzeitig investieren wir nachhaltig in moderne und leistungsfähige Berufsschulstandorte Hildesheim. Das ist ein starkes Signal für Bildung, Fachkräftesicherung und die Zukunft unseres Landkreises“, sind sich Christel Brede und Werner Preissner einig.